Nach einem Artikel von Jonas Haab, Mitarbeiter der HSLU Hochschule Luzern
Unter der Moderation von Prof. Dr. Michael Trübestein der HSLU drehte sich die Fachkonferenz «Real Estate Investment und Asset Management 2026» um eine Kernfrage: Wie reagieren institutionelle Investoren auf Anlagenotstand, geopolitische Spannungen und strukturelle Veränderungen im Immobilienmarkt? In Keynotes und Podiumsdiskussionen gaben zahlreiche Gäste und Speaker Einblick in ihre einzelnen Bereiche, Prof. Dr. Michael Trübestein und seine Kollegin Alina Kassl (HSLU) präsentierten außerdem die Ergebnisse der aktuellen Fachstudie «Real Estate Investment und Asset Management 2026».
Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
Anlagenotstand und Schweizer Fokus: Weiterhin suchen enorme Kapitalmengen nach geeigneten Immobilienanlagen. Die durchgeführte HSLU-Studie unter 140 Institutionen aus dem DACH-Raum mit einem Kapitalanlagevolumen von CHF 1’522 Milliarden und einem Immobilienvermögen von CHF 557 Milliarden zeigte, dass direkte Schweizer Immobilienanlagen klar bevorzugt werden – der sogenannte «Home Bias» bleibt stark ausgeprägt. Als wichtigste Einflussfaktoren auf die Immobilienstrategie nannten die Studienteilnehmenden Zinsentwicklung, regulatorische Eingriffe, politische Unsicherheiten sowie ESG-Anforderungen.
Neue Opportunitäten: Hypotheken gewinnen für institutionelle Anleger an Attraktivität, da Banken ihr Hypothekargeschäft aufgrund steigender Eigenkapitalanforderungen drosseln und so Finanzierungslücken entstehen. Data Center und Logistikimmobilien bleiben starke Wachstumssegmente, insbesondere aufgrund der zunehmenden Bedeutung künstlicher Intelligenz und wachsender Datenmengen.
Geopolitik als Risikofaktor: Geopolitische Risiken haben mittlerweile einen ähnlich grossen Einfluss auf Investitionsentscheidungen wie Zinspolitik oder Inflation – die Schweiz gilt dabei aufgrund ihrer Stabilität und Währungsstärke als sicherer Hafen.
Zum Abschluss fasste Prof. Dr. Michael Trübestein die zentralen Erkenntnisse der Konferenz zusammen: Institutionelle Investoren stehen vor großem Kapitaldruck, geopolitischen Unsicherheiten und zunehmender Regulierung – gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen in spezialisierten Immobiliensegmenten, alternativen Finanzierungsformen und internationalen Märkten.
Bei diesem Rückblick handelt es sich um eine Zusammenfassung eines Artikels von Jonas Haab,
ursprünglich erschienen auf der Webseite der Hochschule Luzern. Lesen Sie den gesamten Artikel hier (→).
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