Starker Start für das „28. Regime“
Ein Beitrag von Erich Hutter, Jurist mit Fokus auf Europarecht
Das Europäische Parlament in Straßburg hat am 20. Januar 2026 mit überwältigender Mehrheit für die Einführung einer neuen EU-weit einheitlichen Unternehmensrechtsform, der „Societas Europaea Unificata“ (S.EU/ Harmonisierte Europäische Gesellschaft), gestimmt. Diese Entscheidung wird von einer breiten Koalition quer durch das politische Spektrum im Parlament und innerhalb der Europäischen Kommission gestützt.
Jetzt folgt die Vorbereitung eines Legislativ-Vorschlages durch die Europäische Kommission, bei dem unter anderem zu klären sein wird, ob die Regeln als unmittelbar geltende Verordnung oder als Richtlinie mit nationaler Umsetzungspflicht ausgestaltet werden. Beide Wege haben unterschiedliche Folgen für die Einheitlichkeit im Binnenmarkt.
Nach der Abstimmung erklärte der deutsche Berichterstatter René Repasi (SPD): „Die heutige Abstimmung zeigt, dass Europa die langjährigen Hürden abbauen kann und muss, die Innovatorinnen und Innovatoren im globalen Wettbewerb behindert haben. Unsere Vision der S.EU würde es Unternehmen ermöglichen, sich innerhalb von 48 Stunden vollständig digital und grenzüberschreitend zu gründen. Gleichzeitig fordert das Europäische Parlament, dass im Rahmen dieses neuen Regimes robuste soziale Standards verankert werden.“1
Weitere Informationen der EU-Kommission folgen und werden eingearbeitet.
Mehr zum Regime 28 finden Sie in den Artikeln
Regime 28 der Europäischen Union Teil 1
und
Regime 28 der Europäischen Union Teil 2.
Allgemeines zum Thema Recht finden Sie in der Kategorie Law in Motion.
Fußnoten
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